Haltung / Housing

Da die Größe der Tiere, nach derzeitigem Kenntnisstand, leicht auch 35 cm erreichen kann, empfiehlt sich alleine deshalb schon eine Mindestbeckengröße von 100 x 40 x 50 cm für 2 Tiere. Für 5 Tiere ist ein Aquarium von mindestens 120 cm x 40 cm Kantenlänge empfehlenswert. 

Eine Vergesellschaftung mit anderen Ambystomatiden muss wegen der unterschiedlichen Fressgewohnheiten und der größeren Aggressivität der A. dumerilii sowie einer möglichen Hybridisierung unbedingt vermieden werden. 

Der Bodengrund sollte aus besonders feinem abgerundetem Naturkies bestehen, da die Tiere sehr gerne graben. Die Substratkörnung sollte nicht gröber als 3 mm sein, da die Molche bei der Futteraufnahme oftmals Substrat mit aufnehmen. Ein Becken ohne Bodengrund wirkt sich durch die Biofilmbildung auf dem Glas negativ auf die Tiere aus, es kann zu vermehrten Infektionen an den Phalangen und dem Unterbauch kommen.

Da die Tiere dämmerungsaktiv sind und helles Licht scheuen sowie sich gerne verstecken, sollten ihnen ausreichende Rückzugsmöglichkeiten wie Röhren oder Steinhöhlen zur Verfügung gestellt werden. Eine ausreichend große freie Fläche ohne Einrichtung sollte allerdings für die Balz und zum allgemeinen Bewegen im Becken sowie zur Futteraufnahme vorhanden sein.

Ambystoma dumerilii bevorzugen Temperaturen zwischen 14°C im Winter und maximal 24° im Sommer. Je höher die Temperaturen sind umso inaktiver werden die Tiere. Zudem wird bei zu hohen Temperaturen eine gesteigerte Atmung beobachtet. Auch nimmt die Infektionsgefahr zu. Die Wasserqualität ist für eine erfolgreiche Haltung von A. dumerilii sehr wichtig. 

Die Wasserwerte sollten denen des natürlichen Habitats angeglichen werden. Ein zu hoher pH-Wert ist genauso schädlich wie ein zu niedriger pH-Wert. Es sollte ein Wert über 7 bis um 8 angestrebt werden. Die Nitritkonzentration sollte unterhalb der Nachweisgrenze der üblichen verfügbaren Tröpfchentests liegen, somit quasi Null. Wasseraufbereiter auf der Basis von Chelatoren wie DMSO und EDTA sind unverträglich für ambystomatide Amphibien, daher sollte auch bei der Haltung von A. dumerilii darauf verzichtet werden. 

Das Aquarienwasser muss gut belüftet sein. Kot und abgestorbene Pflanzenreste sollten regelmäßig mechanisch entfernt werden. Für eine stabile Wasserqualität ist zudem eine gute Filterung notwendig. Der Hamburger Mattenfilter (HMF) hat sich dabei als eine sehr gute, biologisch wirksame Filtermethode erwiesen, da er durch sein Steigrohr einer zu großen Wasserbewegung entgegen wirkt, welche die Tiere dauerhaft stressen würde. Darüber hinaus sind gewöhnliche Außenfilter eine gute Alternative, da man sie gut mit einem Durchlaufkühler kombinieren kann, um einer zu hohen Wassertemperatur entgegen zu wirken.

Feinblättrige Kaltwasserpflanzen wie Javamoos, Quellmoos oder Wasser-pest (Egeria densa) dienen zur Eiablage. Weitere Kaltwasserpflanzen wie Javafarn, Hornkraut, Wasserpest, Cabomba, diverse Echinodorus-Arten sowie Wassernabel sorgen für eine ausreichende Sauerstoffversorgung und dienen zusätzlich der Beschattung. Die Tiere halten sich auch gerne in höheren Bereichen des Beckens auf, viele bevorzugen Wasserpflanzen zum Schlafen.

 

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